Bauvermittlung

Bauplanung und Baugrunduntersuchung

Bei der Bauplanung geht es nicht allein um den Bauantrag, den Sie natürlich benötigen, um eine Baugenehmigung zu erhalten. Für uns beginnt die Planung, wie auch unter „Bauberatung“ beschrieben, bereits mit der Umsetzung Ihrer Wünsche und Gedanken. Die Planung des Bauwerkes erfolgt in der Regel in vier Schritten:

 

1. Entwurfsplanung, Ermittlung der Grundlagen

Zunächst beginnen wir damit, die auftragsbezogenen Grundlagen zu ermitteln. Darunter fallen beispielsweise folgende Grundleistungen:

  • Klärung der exakten Aufgabenstellung
  • individuelle Beratung des Bauherrn
  • Beiziehung weitere Experten, beispielsweise für die Standortanalyse

Der nächste Schritt besteht in der Entwurfsplanung. Es wird also zunächst ein Konzept erarbeitet, das dann grafisch als erster Plan dargestellt wird. Sodann geht es an die Kostenberechnung und die -kontrolle. Weitere mögliche Leistungen sind die Integrations- und Systemplanung und die Optimierung der Kosten durch Prüfung alternativer Varianten.

 

Bereits an dieser Stelle empfehlen wir die Baugrunduntersuchung. Siehe unten!

 

2. Bauantrag und Genehmigungsplanung

Sobald die erste Phase abgeschlossen ist, widmen wir uns dem Bauantrag und somit der Genehmigungsplanung. Hier werden die Vorlagen für die notwendigen Genehmigungen und die zugehörigen Anträge formuliert. Das Baugesuch wird eingereicht, das Verfahren vor der Behörde wird vom Architekten begleitet. Er kann auch bei der Beschaffung von Zustimmungen der Inhaber von angrenzenden Grundstücken mitwirken oder sich für besondere Prüfverfahren engagieren.

Falls es in Ihrer Wunschgegend keinen Bebauungsplan gibt, ist es empfehlenswert, vorab eine Bauvoranfrage zu stellen. Sie müssen dafür nur Ihr Bauvorhaben beschreiben und allenfalls die ersten Entwürfe beilegen. Ausführliche Unterlagen sind dann erst beim "echten" Bauantrag notwendig.

 

3. Energetische und statische Berechnungen

Nun kümmern um wir uns die energetischen und statischen Berechnungen, um Kennzahlen bezüglich des Energiebedarfes zu ermitteln und den Bedarf an Heizungs- und Warmwasserenergie zu planen. Dabei ist es wichtig, alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, da die Baubehörde diese überprüft und eventuelle Korrekturen sehr teuer werden können. Es werden weitere Konstruktionszeichnungen angefertigt und statische Berechnungen durchgeführt.

 

4. Werkplanung und Ausführungsplanung

Nun sind wir beim letzten Schritt der Bauplanung angekommen. Die in den vorhergehenden Planungsphasen gewonnenen Ergebnisse werden durchgearbeitet, um daraus den Ausführungsplan erstellen zu können. Detail- und Konstruktionszeichnungen werden angefertigt, damit die Handwerker auf der Baustelle genau wissen, wie sie Ihr Haus errichten sollen.

 

Ausf├╝hrliche Informationen ├╝ber die Leistungen eines Architekten finden Sie auf http://www.zbo.de/bauplanung.html

 

Baugrunduntersuchung

Sie werden in Deutschland von niemandem gezwungen, eine Baugrunduntersuchung durchführen zu lassen, ratsam ist sie aber allemal.
Lesen Sie auf http://www.hausbauberater.de/baugrundrisiko, was es mit dem Baugrundrisiko auf sich hat.

 

Vom Ergebnis der Baugrunduntersuchung ist abhängig, ob und in welcher Form das Baugrundstück bebaut werden kann. Das Gutachten gibt Auskunft über bodenmechanische Eigenschaften, die Tragfähigkeit und das Setzungsverhalten. Zusätzlich dazu werden Kennzahlen errechnet, die für den Bau des Fundaments von entscheidender Bedeutung sind. Die erforderlichen Daten werden mit Baugrundsondierungen und -bohrungen gewonnen, auch Laboruntersuchungen können notwendig sein.

Mit dem Untersuchungsergebnis erhalten Sie Klarheit darüber, ob Sie mit steigenden Kosten rechnen müssen, wenn beispielsweise kontaminiertes Erdreich ausgetauscht werden muss. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Grundwasser, dabei sind der Wasserstand sowie dessen Schwankungsbreite maßgeblich. Die Ergebnisse sind für den Statiker wichtig, da er nur mit diesen Untersuchungsergebnissen ein belastbares Gutachten erstellen kann.

 

Zwei Tipps noch zu diesem Thema:

  1. Lassen Sie sich noch vor dem Grundstückskauf vom Vorbesitzer schriftlich versichern, dass es keine Altlasten oder Ähnliches gibt, im Idealfall beauftragen Sie das Gutachten gemeinsam mit dem Verkäufer. Sollten sich dabei ungünstige Tatsachen ergeben, so können Sie entweder vom Kauf Abstand nehmen oder noch einmal über den Preis verhandeln.
  2. Es kann auch sinnvoll sein, etwas tiefer in die Geschichte des Baugrundes einzutauchen: Falls sich dort einmal ein Industriebetrieb befand, so kann das Erdreich mit Schadstoffen belastet sein. Anders wird es sich verhalten, wenn auf dem Grundstück seit Jahrzehnten nur Obstbäume gestanden sind.

 

Unseres Erachtens sind die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung für einen soliden Kostenüberblick unverzichtbar, der Umfang der Untersuchungen hängt von der Region und vom geplanten Bauwerk ab. Weitere Informationen zu den Leistungen und Kosten einer Baugrunduntersuchung finden Sie auf https://www.hausbauberater.de/baugrunduntersuchung.